Schriftgröße
Header

 

Schulanfänger brauchen Schulwegtraining

Berlin, 17. August 2016 | In den ersten Bundesländern hat die Schule wieder begonnen und viele Erstklässler werden ihren Schulweg alleine gehen. Weil Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind und weil sie aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern gehören, widmen ihnen nicht nur ihre Eltern, sondern auch die Polizei und die Verkehrswachten besondere Aufmerksamkeit.

ABC-Schützen haben auch im Straßenverkehr nur "Anfängerkenntnisse" und kennen viele Verkehrsregeln noch nicht. Eltern sollten daher ihren Kindern beim "Schulwegtraining" erklären, was sie im Straßenverkehr zu beachten haben. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert.

Anlässlich des Schulbeginns gibt die Deutsche Verkehrswacht den Eltern Tipps zum sicheren Schulweg:

  • Ermitteln Sie den sichersten Weg zur Schule. Das ist nicht immer der kürzeste, aber mit Sicherheit der beste Weg. Denken Sie dabei auch an den Rückweg, da mittags ein anderes Verkehrsaufkommen herrschen kann.
  • Gehen Sie den Schulweg mehrfach gemeinsam mit Ihrem Kind. Besprechen Sie dabei die Gefahrenpunkte auf dem Weg und erklären Sie Ihrem Kind, dass es die Straße nur an gesicherten Stellen überqueren darf, also an Ampeln, Zebrastreifen, Schülerlotsenpunkten.
  • Üben Sie mit ihm, wie es sich richtig verhält und gehen Sie den Weg solange mit, bis Ihr Kind das gewünschte sichere Verhalten zeigt.

Um zu kontrollieren, ob ihr Kind den Schulweg sicher gehen kann, machen Sie einen Rollentausch: Lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen. Dabei soll es Ihnen erklären, was es sieht und was deshalb zu tun ist.

Vergessen Sie nicht, auch Unvorhersehbares zu besprechen, zum Beispiel:

  • Was tun bei einer defekten Ampel?
  • Wie verhalte ich mich an einer Baustelle?
  • Was mache ich, wenn der Gehweg komplett zugeparkt ist?

Wenn Ihr Kind mit dem Schulbus oder öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, üben Sie auch hier das richtige Verhalten - an der Bushaltestelle, beim Ein- und Aussteigen und auch im Bus selbst. Denken Sie daran: Eltern haben eine Vorbildfunktion!




Weitere Informationen:
facebook.com/DeutscheVerkehrswacht
youtube.com/RiskierNichts 
twitter.com/DtVerkehrswacht 

Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu  größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Sie arbeitet für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit etwa 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr.
Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring.