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Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer

Berlin, 15. November 2013: Am Sonntag, den 17. November 2013, ist Weltgedenktag für die Opfer von Unfällen im Straßenverkehr. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland positiv ab. Damit sich diese Tendenz fortsetzt, ist das verantwortungsbewusste Handeln aller Verkehrsteilnehmer unerlässlich.

Weltweit werden täglich viele Millionen Menschen im Straßenverkehr leicht oder schwer verletzt. Zudem sterben an jedem Tag rund 3.400 Verkehrsteilnehmer auf internationalen Straßen. Innerhalb der letzten Jahre hat sich diese Dimension kaum verändert. Nach den aktuellsten Angaben gab es 88 Länder, in denen sich die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2007 und 2010 reduziert hat – gleichzeitig stieg sie jedoch in 87 Staaten. Deutschland gehört zur ersten Gruppierung; im Langzeitvergleich ist die Zahl an Verkehrstoten rückläufig. Während im Jahr 1970 noch 21.332 Verkehrstote statistisch registriert wurden, gab es im vergangenen Jahr mit 3.600 Todesopfern einen Rekordtiefstand. Auch die Zahlen des ersten Halbjahres 2013 halten den Abwärtstrend und lassen auf eine weitere gute Prognose hoffen.

„Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, doch dürfen wir uns damit nicht zufriedengeben“, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW) und Bundesminister a. D. „Denn hinter den großen Zahlen stehen menschliche Schicksale: Leben, die ausgelöscht sind und Menschen, deren Alltag und Zukunft zerstört sind. Daher ist jedes Opfer eines zu viel.“

Der Straßenverkehr ist durch Regeln und Vorschriften organisiert, doch diese garantieren keine absolute Sicherheit. Bodewig: „Verkehrssicherheit entsteht durch eigenverantwortliche Regelakzeptanz und -befolgung. Das Geschehen im Straßenverkehr ist kein normiertes System, sondern ein Sozialsystem. Mit anderen Worten, bestimmt jeder einzelne Verkehrsteilnehmer durch sein Tun und Lassen den Grad der Verkehrssicherheit mit.“

Die DVW trägt in Deutschland mit Information, Aufklärung und Zielgruppenprogrammen entscheidend zu einem sicheren Straßenverkehr bei. Die Angebote richten sich an alle Altersgruppen und jede Form der Verkehrsteilnahme.

Der Weltgedenktag für Unfallopfer (World Day of Remembrance for Road Traffic Victims) findet in diesem Jahr zum 20-ten Mal statt. Er erinnert jedes Jahr am dritten Sonntag im November an die Opfer von Unfällen im Straßenverkehr und deren Angehörige und Hinterbliebene.




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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring.