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Deutsche Verkehrswacht: Notbrems- und Abbiegeassistenten verbessern und vorschreiben

Berlin, 18. Juni 2018: Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) hat auf ihrer Jahreshauptversammlung am 16. Juni in Köln die Fahrzeugindustrie aufgefordert, Notbrems- und Abbiegeassistenten zügig zu optimieren. So müsse der Notbremsassistent für Pkw auch Radfahrer sicher erkennen können. Lkw sollten vor einem Stauende bis zum Stillstand bremsen können. Abbiegeassistenten für Lkw müssen endlich von allen Herstellern angeboten werden. „Die Bundesregierung muss darauf dringen, dass die internationalen Gremien dies verbindlich vorschreiben“, sagte DVW-Präsident Prof. Kurt Bodewig.

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) geht davon aus, dass durch entsprechend optimierte Notbremsassistenten bei etwa 43,5 Prozent aller schweren PKW-Unfälle Radfahrer und Fußgänger vor einer Kollision geschützt werden. Auch der Abbiegeassistent für schwere LKW könnte pro Jahr 28 Radfahrer das Leben retten und etwa 100 der schweren Verletzungen verhindern, wie eine Hochrechnung der UDV ergibt. Die Abbiegesituation birgt innerorts ein hohes Unfallrisiko, oft mit ernsten Unfallfolgen. Die Überwachung des vorderen Seitenbereichs hilft, Radfahrer früh zu erkennen und eine Kollision zu vermeiden.




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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring.