Weihnachtsmärkte: Glühwein und Autofahren passen nicht zusammen

Berlin, 15. Dezember 2011: Das Treffen auf dem Weihnachtsmarkt mit Freunden, Kollegen oder der Familie gehört für viele zur angenehmen Pflicht in der Adventszeit. Vor allem wenn es kalt wird, locken Glühwein, Punsch oder Jagertee. Autofahrer sollten nach dem Genuss dieser Getränke nach der Devise: „Wer fährt, trinkt nicht, wer trinkt, fährt nicht“ handeln. Bereits ein einziger Becher der alkoholischen Getränke kann die Fahrtauglichkeit herabsetzen.

„Wer sich auf dem Weihnachtsmarkt alkoholhaltige Getränke schmecken lässt, für den ist der Heimweg im eigenen Auto tabu“, betont Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. „Glühwein hat im Schnitt einen Alkoholgehalt von sieben bis zehn Prozent. Und schon geringe Mengen Alkohol können die Fahrtüchtigkeit nachhaltig beeinträchtigen.“

„Wer unter Alkoholeinfluss oder anderen berauschenden Mitteln fährt, riskiert nicht nur seinen Führerschein und seine Gesundheit“, so Bodewig weiter. „Jeder Fahrer hat auch Verantwortung für seine Mitfahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer.“

Damit alle Weihnachtsmarktbesucher sicher wieder nach Hause kommen, hat die Deutsche Verkehrswacht einige Tipps zusammengestellt:

  • Steigen Sie auf Busse und Bahnen um, anstatt mit dem eigenen PKW anzureisen. Das schont darüber hinaus die Umwelt und Sie müssen in den vollen Innenstädten nicht auch noch nach einem Parkplatz suchen.
  • Bilden Sie Fahrgemeinschaften. Für den Fahrer gibt es an den meisten Weihnachtsbuden Punsch und Glühwein ohne Alkohol.
  • Nehmen Sie ein Taxi, wenn Sie der Verlockung weihnachtlicher Getränke nicht widerstehen können und ansonsten keine Möglichkeit haben, nach Hause zu kommen. Die Kosten einer Taxifahrt sind immer noch geringer, als die eines Unfalls unter Alkoholeinfluss.


Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind im Jahr 2010 insgesamt 342 Verkehrsteilnehmer bei Alkoholunfällen im Straßenverkehr getötet worden, 18.874 Menschen wurden verletzt. Damit starb im vergangenen Jahr nahezu jeder elfte Verkehrstote an den Folgen eines Alkoholunfalls. Dabei heben sich Alkoholunfälle in ihrer Schwere deutlich von anderen Unfällen ab. Irreversible Schäden wie Querschnittslähmung und lebenslanges Koma sind die schlimmsten Folgen.


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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.

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