Vorsicht und Rücksicht für Zwei- und Vierräder

Berlin, 27. April 2011: Mit den wärmeren Temperaturen im Frühjahr erhöht sich auch das Radverkehrsaufkommen. Damit es nicht zu schwerwiegenden Unfällen kommt, appelliert die Deutsche Verkehrswacht an alle Verkehrsteilnehmer, gegenseitige Vorsicht und Rücksicht im Verkehrsalltag walten zu lassen.


„Da Radler weder über Knautschzone noch Airbag verfügen, tragen sie bei Unfällen mit motorisierten Verkehrsteilnehmern häufig schwere oder tödliche Verletzungen davon“, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. „PKW-Fahrer sollten auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand beim Überholen achten und beim Abbiegen unbedingt an den Schulterblick denken.“

Auch Radfahrer können zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen, indem sie aufmerksam das Verkehrsgeschehen beobachten und sich an die Straßenverkehrsordnung halten. Wer die richtige Straßenseite benutzt und nicht über rote Ampeln fährt, kann von anderen Verkehrsteilnehmern viel besser eingeschätzt werden.

„Wichtig ist, dass sich PKW- und Radfahrer in den jeweils anderen Verkehrsteilnehmer hineinversetzen“, so Bodewig. „Wer versteht, warum Radler nicht gerne dicht überholt werden oder Autofahrer auf einer engen Straße ungern zwei Fahrradfahrer nebeneinander überholen wollen, hat bereits viel zur Verkehrssicherheit beigetragen.“

Im Jahr 2009 kam es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zu 75.913 Fahrradunfällen mit Personenschaden. In 74 Prozent der Fälle war ein PKW der Unfallgegner. Hauptverursacher bei PKW-Fahrradunfällen war in 22 Prozent der Fälle der Radfahrer. Besonders häufig trug dagegen der Radfahrer die Hauptschuld bei Unfällen mit Motorradfahrern (64 Prozent) und bei Unfällen mit Fußgängern (63 Prozent).


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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.

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