Verkehrssicherheitsprogramm 2011 – Die Straßen jeden Tag sicherer machen
Berlin, 10. November 2011: Das Präsidium der Deutschen Verkehrswacht begrüßt das heute von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer vorgestellte „Verkehrssicherheitsprogramm 2011“. Durch die Verknüpfung der drei Aktionsfelder Mensch, Infrastruktur und Fahrzeugtechnik sollen die Erfolge der Vergangenheit ausgebaut werden.
Insbesondere betont das Präsidium die im Verkehrssicherheitsprogramm festgesetzte Strategie zur Evaluation der Schwerstverletzten. Da die amtliche Statistik bislang nur die Zahl der Schwerverletzten erfasst, ist unklar, wie hoch die Zahl der Unfallopfer ist, die oftmals Zeit ihres Lebens vom Unfall gezeichnet, mental traumatisiert oder körperlich behindert sind.
Weitere positive Maßnahmen sind für das Präsidium der geplante Ausbau der schulischen Verkehrserziehung, der dem Anstieg der Unfallzahlen ab der Sekundarstufe entgegen wirken soll, sowie das Werben für freiwillige Gesundheitschecks, die älteren Verkehrsteilnehmern dabei helfen sollen, Defizite im Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen zu erkennen, zu beseitigen oder zu kompensieren.
Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) ist gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und weiteren Verbänden Teil des Verkehrssicherheitskonzeptes der Bundesregierung. Der Mensch steht bei der Arbeit der DVW im Mittelpunkt: Mit Verkehrsaufklärung und –erziehung wird jede Zielgruppe durch eigene Aktionen angesprochen.
„Trotz der Erfolge in der Vergangenheit, können wir uns nicht mit der Tatsache abfinden, dass jeden Tag im Schnitt zehn Menschen im Straßenverkehr ums Leben kommen“, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D.
„Dass es jetzt eine Fortschreibung des ersten integrierten Verkehrssicherheitsprogrammes gibt, freut mich als ehemaliger Verkehrsminister besonders und ist ein wichtiges gesellschaftliches Signal“, so Bodewig weiter. „Wir dürfen Verkehrsopfer nicht als zur Mobilität dazugehörend hinnehmen, sondern Politik, Verkehrssicherheitsverbände, Polizei und alle Verkehrsteilnehmern müssen gemeinsam daran arbeiten, die Straßen jeden Tag ein bisschen sicherer zu machen.“
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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.
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