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Unfallbilanz 2017 – Nur kleine Schritte auf dem Weg zum Ziel

Berlin, 8. Dezember 2017: Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) wird die Anzahl der Verkehrstoten im Jahr 2017 um ein Prozent auf etwa 3.170 sinken und damit wieder einen historischen Tiefstand erreichen. Auch die Zahl der Verletzten wird sich demnach um zwei Prozent verringern. Dagegen gibt es einen erneuten Anstieg bei den Verkehrsunfällen. Die Polizei erfasst über 2,6 Millionen Unfälle in diesem Jahr. Grundlage der Schätzung sind Daten der Monate Januar bis September 2017.

Die Deutsche Verkehrswacht sieht die neuen Zahlen als Signal, dass die Bemühungen im Bereich der Verkehrssicherheit deutlich verstärkt werden müssen.
Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. und Bundesminister a.D.: "Das Ziel des Verkehrssicherheitsprogramms der Bundesregierung, die Zahl der Verkehrstoten von 2011 bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, ist kaum mehr zu schaffen. Auch die Zahl der Unfälle erreicht einen neuen Höchststand in diesem Jahr. Eine neue Bundesregierung muss die Verkehrssicherheit darum zu einem Schwerpunkt Ihrer Agenda machen."

In 2011 verloren 4009 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Das politische Ziel war, nur etwa 2400 Verkehrstote bis zum Jahr 2020 verzeichnen zu müssen, was angesichts der aktuellen Entwicklung unwahrscheinlich ist.

Bodewig: "Mit der "Vision Zero" verfolgen wir ein langfristiges Ziel. Niemand soll mehr auf der Straße sterben müssen. Auf dem Weg dorthin werden wir manchmal nur kleine Schritte machen können. Wichtig ist, dass wir nicht stehen bleiben, sondern unsere Bemühungen weiter erhöhen, um den Straßenverkehr immer sicherer machen."




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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring.