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Hannelore Herlan

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Start in die Motorradsaison – Maschine fit? Fahrer fit?

Berlin, 14. März 2012: Zum Start in die Motorradsaison sollte nicht nur die Maschine, sondern auch der Fahrer fit sein. Gerade längere Ausfahrten verlangen dem Biker Kondition und Kraft ab. Gefährlich wird es, wenn der Fahrer während der Tour ermüdet und durch eine untrainierte Muskulatur auf der Maschine in sich zusammensackt. Durch die Erschöpfung lässt die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Fahrers nach. Die Deutsche Verkehrswacht empfiehlt daher allen Motorradfahrern, sich mit gezielten Fitnessübungen auf die Saison vorzubereiten.
  • Lauf- oder Radtraining hilft, die Kondition zu verbessern. Gerade wer im Winter keinen Sport getrieben hat, sollte das Herz- und Kreislaufsystem sowie die Muskulatur wieder an die Belastungen beim Motorrad fahren gewöhnen. Wer mehrmals in der Woche eine halbe Stunde Sport treibt, erzielt einen höheren Trainingseffekt, als derjenige, der nur einmal die Woche für zwei Stunden trainiert.
  • Schwimmen ist eine gelenkschonende Alternative zum Lauftraining. Dabei wird zusätzlich die für Motorradfahrer wichtige Arm- und Schultermuskulatur trainiert. Ansonsten kann es durch stundenlanges Sitzen auf der Maschine schnell zu Verspannungen kommen.
  • Die Körperspannung während der Tour aufrecht zu erhalten, ist nicht nur für die Beherrschung der Maschine wichtig, sondern beugt auch einer übermäßigen Beanspruchung der Wirbelsäule vor. Liegestütz und Sit-Ups sind einfache und effektive Übungen, die zu Hause durchgeführt werden können.
  • Steht die erste Ausfahrt an, sollte der Fahrer es langsam angehen lassen. Nach der Winterpause muss er sich erst wieder an das Fahrverhalten der Maschine gewöhnen und sollte mit kurzen und einfachen Touren beginnen. Ein Sicherheitstraining, welches von der Deutschen Verkehrswacht angeboten wird, hilft dem Biker beim Einstieg in die Saison. Praktische Fahrübungen wie Slalomfahrten und Bremsmanöver verbessern die Beherrschung der eigenen Maschine und sensibilisieren den Biker für die eigenen fahrerischen Grenzen.
  • Motorradfahrer sind aufgrund ihrer fehlenden Knautschzone im Straßenverkehr besonders gefährdet, Opfer eines schweren Unfalls mit Körperverletzung oder Todesfolge zu werden. Im Jahr 2011 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den Monaten Januar bis November fast elf Prozent mehr Motorradfahrer ums Leben als in 2010. Vor allem die Startmonate der Motorradsaison März und April sind besonders unfallträchtig. 142 Motorradfahrer kamen in diesen beiden Monaten ums Leben, 2.024 wurden schwer verletzt.



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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.