Senioren am Steuer – Hört, hört!
Berlin, 10. Februar 2011: Ein zuverlässiges Gehör ist nach dem Sehvermögen die zweite wesentliche Informationsquelle. Fußgänger und Radfahrer hören zuerst ein von hinten kommendes Auto, bevor sie es sehen. Gehörlose sind hingegen darauf eingerichtet, ihre Umgebung sensorisch ganz anders wahrzunehmen. Deshalb dürfen sie auch als PKW-Fahrer am Straßenverkehr teilnehmen. Das altersbedingte Nachlassen der Hörfähigkeit kann damit jedoch nicht verglichen werden. Ältere Autofahrer waren es schließlich gewohnt, Zeit ihres Lebens Information sowohl optisch, als auch akustisch zu verarbeiten.
Die Deutsche Verkehrswacht empfiehlt älteren Menschen, bei regelmäßigen Gesundheitschecks auch das Gehör überprüfen zu lassen. „Die Hörfähigkeit lässt in der Regel schleichend nach, was von den Betroffenen oft nicht sofort wahrgenommen wird“, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. „Für die Reaktionsfähigkeit ist das Zusammenwirken von Augen und Ohren aber ein entscheidender Faktor.“
Ein Ohrenarzt oder Hörakustiker kann leicht feststellen, ob eine Hörschwäche vorliegt. Moderne Hörgeräte können dies problemlos ausgleichen. Je früher eine Hörschwäche entdeckt wird, desto besser kann diese kompensiert werden. Wer längere Zeit schlecht hört und nichts dagegen tut, muss das Hören wieder neu lernen.
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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.
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