Senioren als Fußgänger: Zweibeinantrieb
Berlin, 15. Februar 2011: Fußgänger haben weder eine Knautschzone noch tragen sie einen Helm. Kommt es zu einem Unfall mit einem Pkw, so kann das bereits bei geringer Geschwindigkeit für den Fußgänger mit schweren oder tödlichen Verletzungen enden. Gerade ältere Menschen sind als Fußgänger aufgrund ihrer meist schwächeren Konstitution besonders gefährdet.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verursachen die älteren Fußgänger dabei nur ein Viertel der Unfälle selbst. In den meisten Fällen tragen andere Verkehrsteilnehmer die Schuld. Damit Sie als Fußgänger im Straßenverkehr sicher an Ihr Ziel kommen, hat die Deutsche Verkehrswacht einige Tipps für Sie zusammengestellt:
- Lassen Sie sich für Ihre Wege Zeit. Wer in Eile ist, hat keinen Blick für Gefahren im Straßenverkehr.
- Der Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern wie Radfahrern oder Autofahrern hilft Missverständnisse zu vermeiden.
- An Überwegen mit Ampelschaltung gilt: Überqueren Sie zügig, aber ohne zu hetzen die Straße. Wenn die Ampel auf Rot springt, kehren Sie nicht um, sondern gehen Sie weiter. Ampelschaltungen sind in der Regel so ausgelegt, dass jeder Fußgänger problemlos die andere Straßenseite erreichen kann.
- Tragen Sie festes Schuhwerk. Selbst auf ebenem Straßenbelag wird Ihr Fußgelenk gestützt und auf rutschigem Untergrund haben Sie mit einer profilierten Sohle wesentlich besseren Halt.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war im Jahr 2009 fast jeder zweite getötete Fußgänger über 65 Jahre alt. Während bei den unter 65jährigen verunglückten Fußgängern im Durchschnitt ein Prozent an den Unfallfolgen starben, waren es bei den Senioren 4,8 Prozent.
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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.
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