Richtiges Verhalten im Stau

Berlin, 30. Juli 2010: Urlaubszeit ist Stau-Zeit: Staus entstehen dann, wenn besonders viele Kraftfahrer in derselben Richtung unterwegs sind. Bauarbeiten, Straßen- oder Fahrbahnsperrungen sowie Unfälle sind die besonders häufigen Gründe für Staubildung. Insofern ist es ratsam, dass sich jeder Urlauber, der mit dem Pkw unterwegs ist, überlegt, wie er sich richtig verhält, wenn er in einen Stau gerät.

Ein Stau kündigt sich meist durch zäh fließenden Verkehr an. Beginnt der Verkehr zu stocken, sollte jeder Pkw-Fahrer verantwortungsbewusst handeln. Grundsätzlich wichtig ist, jederzeit einen sicheren Abstand zum Vordermann einzuhalten und vorausschauend zu fahren. Es muss eine freie Gasse gebildet werden, durch die im Notfall Polizei, Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge zügig durchfahren können.

Der Präsident der Deutschen Verkehrswacht Kurt Bodewig, Bundesminister a.D. hierzu: „Eine freie Gasse zu bilden, wenn der Verkehr bereits steht, ist fast unmöglich. Sie kann aber für verunglückte Menschen lebensrettend sein, denn Rettungsfahrzeuge dürfen keine wertvolle Zeit verlieren, um zu einem Unfallopfer durchzudringen.“

Pkw-Fahrer sollten immer auf das Gefahrzeichen „Stau“ achten und schon frühzeitig das Warnblinklicht einschalten, damit die nachkommenden Pkw-Fahrer informiert sind.

Dass ein Stau eine besondere Verkehrslage ist und besondere Gefahren in sich birgt, sieht auch der Gesetzgeber. Daher regelt er in der StVO § 11: „Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, so müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen eine freie Gasse bilden.“

 

Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.

 

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