Präsident der Deutschen Verkehrswacht als Redner auf dem Zukunftskongress der Fahrradbranche
Berlin, 18. Februar 2010: Wenn am Montag, den 22. Februar 2010 in Berlin die „Vivavelo“, der erste Kongress der Fahrradbranche startet, wird auch der Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesverkehrsminister a.D. Kurt Bodewig dabei sein. Bodewig, unter dessen ministerieller Federführung der Nationale Radverkehrsplan 2002-2012 für Deutschland entwickelt wurde: „Anfang der 2000er wurde das Fahrrad als Verkehrsmittel noch zu wenig anerkannt. Dank des ersten Nationalen Radverkehrsplans haben wir es geschafft, dass es heute ganz selbstverständlich zum Straßenbild gehört.“
Der erste Nationale Radverkehrsplan machte den Radverkehr zum Teil einer integrierten und nachhaltig angelegten Verkehrspolitik. Die Förderung des Radverkehrs wurde eingebunden in den komplexen Wirkungszusammenhang zahlreicher Ressorts. Das Konzept stieß von Anfang an auf breite Unterstützung: Im Bundestag, den Ländern und Kommunen, von Fachkreisen und in der Bevölkerung gab es ein Bewusstsein „pro Umwelt“, das mehr und mehr auch die individuelle Verkehrsmittelwahl beeinflusste.
Die Verdoppelung der Haushaltsmittel für den Bau und die Erhaltung der Radwege an Bundesstraßen im Bundeshaushalt 2002, die Optimierung des Rechtsrahmens, die Einrichtung eines Bund-Länder-Arbeitskreises im Ministerium waren wesentliche Maßnahmen, die die breit angelegten Aufklärungsmaßnahmen auf sicherem Boden verankerten.
Nachhaltige Veränderungen wurden auch durch die Laufzeit des Radverkehrsplans über 10 Jahre angestrebt. Bodewig: „Wenn man eine neue Qualitätsstufe definiert und in der Praxis eine deutliche Verbesserung des Radverkehrs erreichen möchte, muss man mit einem langfristigen Plan für alle Beteiligten arbeiten.“
Heute ist die Fahrradbranche auch wirtschaftlich ein interessanter Faktor: Im Jahr werden mit Fahrrädern, Fahrradzubehör und Dienstleistungen rund ums Rad um die 3,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, der Umsatz des Fahrrad-Tourismus ist hier noch nicht eingerechnet. Eine Studie des Deutschen Tourismusverbands (DTV) vom März 2009 besagt, dass hier 186.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden.
Bodewig: „Ich wünsche, dass es mit der Förderung des Radverkehrs engagiert weitergeht und sich Deutschland zu einem Fahrradland entwickelt – Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt werden es danken.“
Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.
Weitere Informationen zum Kongress:
www.vivavelo.org
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