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Mit Heuschnupfen: Vorsicht im Straßenverkehr

Berlin, 10. Mai 2017: Pollenallergie ist die am häufigsten auftretende Allergieform in Deutschland. Gräser, Baum- und Kräuterblüte führen ab dem Frühjahr bei etwa jedem Sechsten zu Heuschnupfen, das heißt zu geschwollenen und brennenden Augen oder Juckreiz. Das schränkt nicht nur die Lebensqualität ein; die körperlichen Beeinträchtigungen können im Straßenverkehr gefährlich werden. Auch die Einnahme von Antihistaminika kann problematisch sein.

Wer unter heftigen Allergiesymptomen leidet, fühlt sich oft matt und müde, unkonzentriert und reaktionsschwach. Geschwollene Augenlider können tränen und schmerzen - sich in diesem Zustand hinters Steuer zu setzen, ist riskant. Auch eine Nies-Attacke bei der Autofahrt ist nicht zu unterschätzen, denn beim Niesen schließt man die Augen und ist so im "Blindflug" unterwegs, also nicht mehr fähig, in angemessener Weise auf die Verkehrssituation zu reagieren.

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D.: "Generell sollte jeder Verkehrsteilnehmer seine Fahrtauglichkeit immer selbstkritisch prüfen. Wer also krank ist oder starke allergische Reaktionen zeigt, muss sich ganz genau fragen, ob er fit für den Straßenverkehr ist und fahren kann. Auch wenn Medikamente eingenommen werden, heißt es, einen Gang zurückzuschalten."

Die meisten lokal angewendeten Arzneien wie Augen- oder Nasentropfen sind unbedenklich für die Fahrtüchtigkeit. Allerdings zeigen einige stärkere Allergiepräparate wie Histamin-Rezeptorblocker (Antihistaminika) sedierende Nebenwirkungen und vertragen sich nicht gut mit einer aktiven Verkehrsteilnahme. Besonders bei Antihistaminika der 1. Generation ist es besser, sie abends einzunehmen, da sie ermüden und schläfrig machen.

Bei Behandlung von Allergien wie Heuschnupfen ist es wichtig, mit dem Arzt oder Apotheker die Menge und Dauer der Einnahme zu besprechen und Nebenwirkungen sowie den Einfluss auf ihre Fahrtauglichkeit zu erfragen. Generell ist zu mehr Vorsicht geraten, wenn die Medikation begonnen bzw. das Präparat gewechselt wird. Alkohol sollte nie mit Antiallergika kombiniert werden.

Allergiker sind gut beraten, in ihrem Auto hochwertige Pollenfilter zu installieren. Darin verfangen sich Staub und Pollen und werden abgehalten, mit der Luft nach innen zu fließen. Da die Leistungsfähigkeit der Filter mit der Zeit nachlässt, sollten sie möglichst jedes Jahr gewechselt werden - sinnvollerweise, bevor die Pollen fliegen.




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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring.