Mehr Verkehrssicherheit für junge Migranten - Aktionstag „Junge Fahrer“ in Essen
Berlin, 25. Mai 2011: Das Türkische Generalkonsulat in Essen und die Deutsche Verkehrswacht haben heute einen gemeinsamen Aktionstag „Junge Fahrer“ veranstaltet, um Jugendliche mit Migrationshintergrund, insbesondere türkischstämmige, über besondere Gefährdungen junger Menschen im Straßenverkehr aufzuklären.
„Junge Fahrer sind eine Hochrisikogruppe im Straßenverkehr. Aktionstage wie in Essen führen Jugendlichen anschaulich die Gefahren des Straßenverkehrs vor Augen“, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D.
Auf dem Aktionstag am Mittwoch in Essen konnten Jugendliche beispielsweise an einem Überschlagsimulator lernen, wie sie sich aus einem auf dem Dach liegenden Fahrzeug befreien können. Ein Gurtschlitten demonstrierte die Bedeutung eines Anschnallgurtes. Der Aktionstag wurde zusammen mit Vertretern der Polizei Essen, der Dekra Essen und der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen von der Verkehrswacht Essen durchgeführt. Insgesamt nahmen über 600 Teilnehmer an dem Aktionstag teil.
18 bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer haben das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verunglückten im Jahr 2009 in Deutschland insgesamt 79.814 junge Männer und Frauen dieser Altersgruppe im Straßenverkehr. Damit war jeder fünfte Verletzte und Getötete im Alter von 18 bis 24 Jahren, obwohl diese Altersgruppe nur einen Anteil von 8,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung hat. Diese Zahlen umfassen junge Fahrer und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund.
Bodewig: „Ich möchte mich vor allem für die gute und verlässliche Zusammenarbeit mit dem Türkischen Generalkonsulat bei Generalskonsul Herrn Dr. Hakan Akbulut bedanken, auf dessen Initiative der Aktionstag veranstaltet wurde.“
Der Aktionstag in Essen soll der Auftakt zu weiteren Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen sein, die Jugendliche mit Migrationshintergrund für die Gefahren des Straßenverkehrs sensibilisieren sollen.
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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.
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