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Keine Ausreden beim Kopfschutz!

Berlin, 21. März 2016: Ob Handyhülle aus Polycarbonat oder teures Fahrradschloss, die Bundesbürger gehen gern auf Nummer sicher. Doch nur jeder Fünfte trägt einen Helm beim Radfahren. Die Deutsche Verkehrswacht entkräftet jetzt mit der Initiative „Ich trag‘ Helm“ (www.ich-trag-helm.de) gängige Ausreden und Vorurteile.

„Es gibt viele gute Gründe fürs Helmtragen. Ein Helm kann schwere Kopfverletzungen vermeiden und damit Leben retten. Daher rufen wir die Menschen auf, mit dem Helmtragen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen“, sagt Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D.

Helmtragen kann Leben retten

Dabei liegen gute Gründe fürs Helmtragen auf der Hand: Obwohl nur wenige Zentimeter dick, schützt ein Helm als Knautschzone und verringert die Aufprallkräfte, die bei einem Sturz auf den Kopf einwirken. So können Radfahrer mit Helm das Risiko von Kopfverletzungen um 42 Prozent reduzieren. Mit dem Boom des Fahrradfahrens in Deutsch­land nahm die Zahl der Unfälle deutlich zu: 2014 gab es nach der Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes gab es fast zehn Prozent mehr verun­glückte Fahrradfahrer als im Vorjahr, 396 Radfahrer sind bei Unfällen mit Fahrrädern ums Leben gekommen. Insbesondere Kinder und ältere Menschen sind gefährdet.

Ausreden lassen sich leicht entkräften

Die Produktpalette beim Fahrradzubehör ist groß: von Überziehern zum Schutz gegen Nässe und Matsch über hermetische Fahrradschlösser bis zu Akku-Handschuhen. Den Fahrradhelm halten viele für wichtig, doch nur wenige tragen einen. Die häufigsten Ausreden gegen das Helmtragen kontert die Deutsche Verkehrswacht mit Fakten:

1.       „Helmtragen bin ich nicht gewöhnt“

Moderne Helme wiegen nur wenige hundert Gramm, verfügen über eine bequeme Polsterung und behindern nicht die Sicht, wenn sie richtig sitzen. Auch Skischuhe muss man einlaufen – verzichtet man deshalb auf die Piste? Am besten den Helm einmal testweise zuhause tragen und einen Timer über 20 Minuten einstellen. Wenn dieser klingelt: Wie oft hat man wirklich an den Helm gedacht?

2.       „Helmtragen zerstört die Frisur“

Der Klassiker unter den Ausreden. Dabei lässt sich ein Erste-Hilfe-Set für zerdrückte Frisuren schnell in der Drogerie zusammenstellen: Handspiegel mit kleiner Bürste, Mini-Haarspray, fertig!

3.       „Helmtragen vergesse ich immer“

Gegen das Vergessen gibt es unzählige Methoden: ein Foto vom Helm als Hinter­grund­bild am PC, einen Zettel am Kühlschrank oder an der Wohnungstür. Beste Erinnerung: Helm an die Garderobe oder an das Fahrrad hängen.

4.       „Helmtragen ist halb so schlimm wie Helmschleppen“

Mittlerweile gibt es Rucksäcke mit extra Helmhalterung, die das Mitnehmen des Helmes erleichtern. Mit einem Fahrradschloss kann man den Helm einfach ans Fahrrad oder den Rucksack anschließen.

5.       „Helmtragen sieht doch blöd aus“

Modebewusste Radfahrer können aus vielen Designs auswählen und finden bestimmt Modelle, die den persön­lichen Stil betonen. Trendsetter zeigen damit, dass Helmtragen nicht nur clever, sondern auch stylisch ist.

Die Aktion „Ich trag‘ Helm“ der Deutschen Verkehrswacht im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur rückt die Vorteile des Helmtragens in den Mittelpunkt. Weitere Informationen unter www.ich-trag-helm.de

 

 




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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring.