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Helm Couture – So sitzt der Fahrradhelm richtig

Berlin, 10. September 2013: Ob Laub in der Kurve, eine plötzlich geöffnete Autotür oder schlichtes Verbremsen - Stürze mit dem Fahrrad passieren unerwartet. Gut, wenn der Radfahrer dann einen passenden Helm auf hat, der gefährliche Kopfverletzungen verhindern oder abmildern kann.

Ein guter Fahrradhelm soll nicht nur im „Falle eines Falles“ optimal schützen, er darf auch bei längeren Touren den Komfort des Trägers nicht einschränken. Achten Sie beim Kauf nicht nur auf Optik und Passform, sondern zudem auf Riemen, Belüftung und Anpassungsfähigkeit. Der beste Helm ist der, den Sie nicht spüren!

  • Alle in der EU verkauften Fahrradhelme müssen der Norm EN 1078 entsprechen. Die Norm stellt sicher, dass der Helm standardisierte Schlag- und Abstreiftests übersteht. Verbraucher können sich also guten Gewissens für den am besten passenden Helm entscheiden, da jeder Helm mit CE-Zeichen dieselben Kriterien bezüglich Crash-Sicherheit erfüllt. Ob der Helm 30 oder 300 Euro kostet, spielt für die Sicherheit keine Rolle.
  • Mittlerweile haben die Hersteller viele unterschiedliche Modelle im Programm. Vor dem Helmkauf sollten Sie sich die Frage nach dem künftigen Einsatz stellen.  Sportliche Fahrer benötigen einen leichten Helm, der an heißen Tagen zudem eine gute Belüftung bietet. Wer das Rad hauptsächlich im Alltag oder für Wochenendtouren nutzt, profitiert von einem abnehmbaren Sonnenschutz. Bei Fahrten in der Dämmerung und Dunkelheit tragen integrierte Rücklichter und Reflektoren am Hinterkopf zur Sicherheit bei.
  • Wird es dem Träger unter seinem „Kopfschmuck“ zu heiß, ist der Helm schlecht belüftet. Gute Modelle sorgen durch intelligente Anordnung der Belüftungsöffnungen für Durchzug am Kopf. Durchgehende Kanäle auf der Helminnenseite lassen den Fahrtwind an den Hinterkopf strömen. Fliegengitter schützen zudem vor ungebetenem Besuch.
  • Der Helm muss passen, damit er bei einem Sturz nicht vom Kopf rutscht. Meist bieten die Hersteller verschiedene Größen für ein Modell an. Die Feineinstellung erfolgt in der Regel über  einen Ratschen- oder Drehverschluss am Hinterkopf. Optimal für die Anpassung ist ein durchgehender und einstellbarer Kopfriemen. Der Helm darf auch mit geöffnetem Verschluss auf dem Kopf nicht wackeln. Die Polster sollten sich zum Waschen herausnehmen lassen können.
  • Fällt der Fahrer vom Rad, sorgen die Riemen dafür, dass der Helm auf dem Kopf bleibt. Weiche Riemen scheuern nicht auf der Haut. Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich die Riemen einwandfrei verstellen lassen. Der Verschluss sollte nicht  die Haut am Kinn einklemmen und sich zudem im Notfall mit einer Hand öffnen lassen.

Wie der Helm richtig sitzt, zeigen die Teilnehmer bei der „Ich trag Helm“-Tour vom 26. bis 29. September 2013. Die Tour startet in Karlsruhe und führt über vier Tage durch die Weinbaugebiete der Pfalz bis nach Speyer. Wer mitfahren möchte, ist herzlich eingeladen – Voraussetzung ist natürlich das Helmtragen – individuelle Kreationen sind willkommen!

Weitere Infos finden sich unter www.ich-trag-helm.de

Die Fahrradtour unter dem Motto „Helmhelden unterwegs“ ist Teil der Aktion „Ich trag Helm“, die die DVW im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung seit 2011 durchführt. Ziel der Aktion ist, die Akzeptanz für das freiwillige Tragen von Fahrradhelmen in allen Altersgruppen zu fördern. Unterstützt wird die Tour von Abus, Lucky Bike, Bellorange und Hövding. Medienpartner sind das SWR Studio Karlsruhe und die Rheinpfalz.




Weitere Informationen:
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