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Unfallstatistik 2016 zufriedenstellend – Bemühungen müssen weitergehen

Berlin, 7. Juli 2017: Nach Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse der Verkehrsunfallstatistik für 2016 zeigt sich die Deutsche Verkehrswacht (DVW) zufrieden mit der allgemeinen Entwicklung in den vergangenen Jahren. Immer weniger Verkehrstote werden gezählt; dies zeigt in die richtige Richtung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erreichte die Zahl der Unfalltoten mit 3206 in 2016 den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung 1953. Trotzdem müssen laut DVW die Anstrengungen weiter erhöht werden, denn die Zahl der Verkehrsunfälle ist auf einem Rekordhoch.

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a.D.: "Die niedrige Zahl an Verkehrstoten ist begrüßenswert, doch bleibt unser Ziel die "Vision Zero" - niemand soll mehr sein Leben auf der Straße lassen. Dazu müssen wir uns um die viel zu hohen Unfallzahlen kümmern, denn manchmal entscheidet das Quäntchen Glück über Ausgang und Schwere eines Unfalls. Verkehrssicherheit ist aber kein Glücksspiel, sondern das Ergebnis verantwortungsvollen Handelns."

In 2016 erfasste die Polizei rund 2,6 Millionen Verkehrsunfälle, so viele wie nie seit der deutschen Wiedervereinigung. Die Zahl der Verletzten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent. Die DVW appelliert eindringlich auch an die Eigenverantwortung jedes Verkehrsteilnehmers. Regelkonformes Verhalten und Rücksichtnahme sind zwei Seiten einer Medaille. Zweifellos ist auch die fortschreitende Ausstattung von Fahrzeugen mit immer besseren Assistenzsystemen wichtig und kann maßgeblich zur Unfallvermeidung beitragen.

Trotzdem sollten Auto-, Motorrad- und Fahrradfahrer ihr Wissen und Können immer wieder kritisch hinterfragen. In Fahrsicherheitstrainings der DVW können Auto- und Motorradfahrer den "letzten Schliff" der Fahrzeugbeherrschung lernen und so riskanten und gefährlichen Situationen im Straßenverkehr besser begegnen. Für Fahrradfahrer gibt es das Bundesprogramm "FahrRad ... aber sicher!", das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert wird. Dort können Verkehrsteilnehmer aller Altersklassen bei den Ortsverkehrswachten den sicheren Umgang mit Fahrrad und Pedelec trainieren.




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Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring.