Ausgeschlafen hinters Steuer

Berlin, 28. Juni 2011: Ein unterschätztes Unfallrisiko auf langen Autofahrten ist der Sekundenschlaf. Lange, monotone Strecken und Schlafstörungen erhöhen das Risiko für den Fahrer, am Steuer einzunicken.

„Besonders gefährdet ist die Gruppe der Berufskraftfahrer, die lange Strecken häufig unter Zeitdruck zurücklegen müssen“, warnt Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. „Gegen Müdigkeit am Steuer helfen nur Ruhepausen und Schlaf, manchen Menschen hilft auch ein kleines Nickerchen auf dem Rastplatz.“

Ein erstes Anzeichen für drohenden Sekundenschlaf ist zunehmende Müdigkeit. Wer sich dazu noch häufig die Augen reibt oder bemerkt, dass sich sein Lidschlag erhöht, sollte besser auf den nächsten Rastplatz fahren. Wer dagegen nur das Radio lauter dreht oder das Fenster öffnet, verschafft dem Körper zusätzliche Stressfaktoren.

„Wer tagsüber ständig müde ist und bereits den Sekundenschlaf erlebt hat, sollte möglichst schnell einen Arzt aufsuchen“, rät Bodewig. „Eine Ursache für Schlafstörungen können nächtliche Atemstillstände sein. Bei der sogenannten Schlafapnoe setzt nachts die Atmung unbemerkt aus und der Körper erholt sich durch den ausgelösten Stress nicht.“

Am Donnerstag, den 30. Juni 2011 veranstaltet die Landesverkehrswacht Niedersachsen einen Verkehrssicherheitstag für Berufskraftfahrer zum Thema „Sekundenschlaf und Schlafapnoe“. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr und findet auf der Tank- und Rastanlage „Dammer Berge“ an der Autobahn A1 in Richtung Bremen statt. Interessierte Pressevertreter können sich direkt an die Landesverkehrswacht Niedersachsen wenden.

Weitere Informationen:
http://www.landesverkehrswacht.de/news/article/322/terminhinwei.html

 

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