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Licht-Test

Funktionierende und richtig eingestellte Autolampen sind ein absolutes Sicherheits-Muss, nicht nur in der dunklen Jahreszeit. Daher wird die Beleuchtung bei jeder Hauptuntersuchung (HU) geprüft und die Plakette nur vergeben, wenn kein sicherheitsbeeinträchtigender Mangel vorliegt.

Im Oktober jeden Jahres können Auto- und Lkw-Fahrer kostenfrei am Licht-Test teilnehmen und die Scheinwerferfunktionen, die Leuchtweiteregulierung, die rückwärtige Beleuchtungseinrichtung und das Bremslicht testen lassen. Organisatoren sind der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW). Schirmherr ist der Bundesverkehrsminister.

Licht-Test 2017

Jeder dritte Pkw fährt mit mangelhaftem Autolicht. Das ist das Ergebnis des Jubiläums-Licht-Tests "60 Jahre Sicherheit". Die Meisterbetriebe der Kfz-Innungen haben auch diesen Oktober wieder mehrere Millionen Fahrzeugbeleuchtungen überprüft. Insgesamt 138 000 dieser Tests flossen in die jetzt von Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und Deutscher Verkehrswacht (DVW) veröffentlichte Statistik ein. Die Bilanz: An 32 Prozent der Pkw wurde die Beleuchtungsanlage beanstandet. Damit hat sich die Anzahl an Fahrzeugen mit Mängeln im Vergleich zum vergangenen Jahr nur geringfügig um 0,2 Prozentpunkte verbessert.

Ganz oben auf der Mängelliste stehen nach wie vor die Hauptscheinwerfer mit 21,3 Prozent (2015: 23 Prozent). Dabei ist der Anteil der Blender mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern auf 9,6 Prozent leicht gestiegen (2015: 9,3 Prozent). Die Quote zu niedrig eingestellter Frontlichter, welche die Straße nicht richtig ausleuchten, ist dagegen auf acht Prozent minimal gesunken (2015: 8,3 Prozent). Bei 8,3 Prozent der statistisch erfassten Fahrzeuge wurde die rückwärtige Beleuchtung kritisiert (2015: 7,6 Prozent). Unverändert zum Vorjahr fuhren 3,9 Prozent der Pkw mit defektem Bremslicht.

Im Vergleich der Bundesländer schneidet Sachsen-Anhalt am schlechtesten ab: Von allen Fahrzeugen, die dort in die Statistik einflossen, waren 49,7 Prozent mangelhaft. Überdurchschnittlich hohe Mängelquoten haben darüber hinaus Bremen (43,8 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (38,8 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (37,1 Prozent). Am besten wurde in Thüringen (21,4 Prozent), Brandenburg (22,2 Prozent) und Saarland (25,2 Prozent) getestet.

Licht-Test 2016 (Nutzfahrzeuge)

Defekte Beleuchtungsanlagen an Lkw und Bussen stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Die Bilanz des Licht-Tests 2016 für Nutzfahrzeuge zeigt klaren Handlungsbedarf: Rund 41,5 Prozent der 7 300 Tests, die in die Statistik einflossen, brachten Mängel ans Licht. Das ist das Ergebnis der jetzt von Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und Deutscher Verkehrswacht (DVW) veröffentlichten Statistik. Die Mängelquote ist damit deutlich um 5,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Ganz oben auf der Mängelliste stehen die Hauptscheinwerfer mit 28,5 Prozent (2015: 27,2 Prozent). Dabei ist der Anteil der Blender mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern auf 13,2 Prozent gestiegen (2015: 11,5 Prozent). Die Quote zu niedrig eingestellter Frontlichter zeigte sich mit elf Prozent stabil (2015: 11,1 Prozent). Bei sechs Prozent der Lkw und Busse stellten die Prüfer sogar einen vollständig ausgefallenen Scheinwerfer fest (2015: 4,4 Prozent), einen Totalausfall bei 1,8 Prozent (2015: 1,2 Prozent). Alarmierende Resultate lieferte auch die Heckbeleuchtung. Bei zwölf Prozent der Fahrzeuge waren Defekte zu verzeichnen (2015: 10,3 Prozent). Rund 4,3 Prozent der Nutzfahrzeuge fuhren ohne Bremslicht (2015: 4,4 Prozent).

Der ZDK appelliert dringend an Fahrer von Nutzfahrzeugen, nicht nur im Licht-Test-Monat Oktober, sondern das ganze Jahr auf die Beleuchtung zu achten, diese regelmäßig kontrollieren und Mängel umgehend beheben zu lassen. Die jährliche Licht-Test-Aktion wird für Lkw und Busse seit zehn Jahren angeboten. In Nfz-Meisterbetrieben und speziell ausgerüsteten Werkstätten der Prüforganisationen können Fahrer im Aktionsmonat die Beleuchtungsanlage prüfen lassen.