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Vorträge
Prof. Dr. Egon Stephan:
Alkohol im Straßenverkehr: historische Entwicklung und aktuelle Lage
Prof. Dr. Mark Vollrath:
Fahre ich noch oder lieber doch nicht? – Entscheidungen und ihre Folgen
Dr. Karin Müller:
Alkohol und Fahreignung
Dr. Simone Klipp:
Rechtliche und technische Maßnahmen: Entwicklungen und Erfahrungen auf EU-Ebene
Manfred Kaletsch:
Erfahrungen mit BOB - eine Kampagne gegen Alkohol am Steuer
Fachtagung 2010
Die Fachtagung der Deutschen Verkehrswacht e.V. am 4. Juni 2010 in Hamburg stand unter dem Motto „Ein Bier geht noch!?“ - Alkohol im Straßenverkehr: ein unterschätztes Problem?. Auch in diesem Jahr war der Zuspruch zur Fachtagung groß: Mehr als 130 Teilnehmer verfolgten die Beiträge mit großem Interesse und diskutierten anschließend mit den Referenten über die Problematik von Alkohol im Straßenverkehr.

- Foto: NORD EVENT GmbH
Die Fachtagung wurde von Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. und Bundesverkehrsminister a.D., eröffnet. Moderator war Siegfried Brockmann, Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. und Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV).
Die Fachtagung kam zu dem Ergebnis, dass trotz deutlicher Rückgänge der allgemeinen Unfallzahlen das Fahren unter Alkoholeinfluss weiterhin ein erhebliches Problem darstellt. Allerdings habe sich das Problem zunehmend auf die „fahrenden Trinker“ verlagert. Daher komme der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung eine große Bedeutung zu. Sie sei eine große Hilfe für Alkoholabhängige, um zukünftig abstinent zu sein. Darüber hinaus zeigten Statistiken aus anderen Ländern, dass der Preis für Alkohol unzweifelhaft die Konsummenge beeinflusst. Insofern wäre eine Anhebung der Steuern auf Alkohol hilfreich. Der Erfolg des absoluten Alkoholverbots für Fahranfänger und 18- bis 21-jährige Fahrer wurde als richtige Maßnahme gewürdigt. Positiv wurde auch die aus Belgien übernommene Aktion BOB gewertet, die zum Ziel hat, dass ein Fahrer in einer Gruppe nicht trinkt. Dabei wird der mit einem Schlüsselanhänger BOB gekennzeichnete Fahrer mit einem alkoholfreien Freigetränk belohnt.
DVW-Präsident Kurt Bodewig würdigte die Konferenzergebnisse als wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte. „Die wissenschaftliche Diskussion zeigt, dass Schnellschüsse nicht weiterhelfen“, so Bodewig. „Die DVW treibt in ihrer Organisation die Meinungsbildung zum Thema generelle Null-Promille-Regelung für Fahrzeugführer weiter.“
Auf der Fachtagung diskutierten unter anderem Professor Egon Stephan, Universität zu Köln, Professor Mark Vollrath, Technische Universität Braunschweig, Dr. Karin Müller, Gesellschaft für angewandte Betriebspsychologie und Verkehrssicherheit, sowie Dr. Simone Klipp, Bundesanstalt für Straßenwesen. Von ihren Erfahrungen mit „BOB - eine Kampagne gegen Alkohol am Steuer“ berichteten Manfred Kaletsch, Polizeipräsidium Mittelhessen, Hubert Lambert, Kreisverkehrswacht Saarlouis e.V., und Stefanie Löffelholz, BOB Eichsfeld.
Die Vorträge können hier heruntergeladen werden:
Prof. Dr. Egon Stephan:
Alkohol im Straßenverkehr: historische Entwicklung und aktuelle Lage
Prof. Dr. Mark Vollrath:
Fahre ich noch oder lieber doch nicht? – Entscheidungen und ihre Folgen
Dr. Karin Müller:
Alkohol und Fahreignung
Dr. Simone Klipp:
Rechtliche und technische Maßnahmen: Entwicklungen und Erfahrungen auf EU-Ebene
Manfred Kaletsch:
Erfahrungen mit BOB - eine Kampagne gegen Alkohol am Steuer



