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Geschichte und Selbstverständnis

Die Verkehrswacht wurde am 3. November 1924 in Berlin gegründet mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit zu fördern und Verkehrsunfälle zu verhüten. Während der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 war sie verboten. Am 13. Dezember 1950 wurde sie als Bundesverkehrswacht e.V. neu gegründet und wenig später in das Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn eingetragen. Nach dem Beitritt der DDR gemäß Artikel 23 Grundgesetz gilt die Satzung des Verbandes auch für die neuen Bundesländer.

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Im Zusammenhang mit Verkehrssicherheitsarbeit ist in Europa immer häufiger die Devise „Vision Zero“ zu hören, was gleichbedeutend ist mit der Vision von „Null Verkehrstoten“. Diese Vision steht auch über der Verkehrswachtarbeit, denn sie bringt das oberste Ziel bei der Gestaltung von Mobilität auf den Punkt: die Unversehrtheit eines jeden einzelnen Verkehrsteilnehmers.

Aber auch wenn die Deutsche Verkehrswacht „Vision Zero“ postuliert, so weiß sie doch, dass Verkehrsteilnehmer Menschen sind, die Fehler machen und bewusst oder unbewusst gegen Verkehrsregeln verstoßen. Was hier gegenwirken kann sind ein Mehr an Aufklärung, ein Mehr an Verkehrskontrollen und von Seiten jedes Einzelnen ein verantwortungsvolles, eigenverantwortliches und regelkompetentes Handeln, das die situativen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Nach diesem Verständnis ist „Vision Zero“ der Horizont, dem man sich anzunähern versucht. Um den Weg dorthin überschaubar zu machen ist es hilfreich, ihn in Abschnitte zu unterteilen und Meilensteine zu setzen. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben im Rahmen der Europäischen Verkehrssicherheitspolitik einen solchen Meilenstein gesetzt, als sie das anspruchsvolle Ziel formulierten, bis zum Jahr 2010 die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten um die Hälfte zu reduzieren.

Die DVW und alle Verkehrswachten fühlen sich den europäischen Zielen verpflichtet. Deshalb ist die DVW im Jahr 2005 der Europäischen Verkehrssicherheitscharta beigetreten. Die Verkehrswachten erreichen mit ihren Programmen, Aktionen und Veranstaltungen jährlich rund 2,5 Millionen Menschen und sind mit ihrer Arbeit flächendeckend in ganz Deutschland fest verankert.