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Ich trag' Helm!

Radfahren wird immer beliebter. Ob Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren: Das Fahrrad kommt in allen Zielgruppen gut an und sorgt für das Plus an Unabhängigkeit. Um diese Freiheit gesund und lange zu geniessen, sorgt ein Fahrradhelm für mehr Sicherheit. Die Deutsche Verkehrswacht wirbt mit der Aktion "Ich trag' Helm" gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für das freiwillige Tragen von Radhelmen.

Logo "Ich trag' Helm"

Seit 2011 gibt es die bundesweite Initiative „Ich trag‘ Helm“, die für das freiwillige Tragen von Fahrradhelmen wirbt. Die Zahl der Helmträger in Deutschland ist seit dem Start der Initiative um 65 Prozent gestiegen. Und von Jahr zu Jahr steigt sie weiter. Aktuelle Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen weisen für 2015 erneut eine gestiegene Zahl von Fahrradhelmträgern aus. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass mehr und mehr Fahrradfahrer nicht auf das Plus an Sicherheit, das ein Fahrradhelm bietet verzichten wollen.

Dennoch tragen noch viel zu viele Fahrradfahrer keinen Helm. Während bei Kinderen zwischen 6 und 10 Jahren 76 Prozent einen Fahrradhelm tragen, sinkt der Wert bei den 17 bis 21 Jährigen auf unter 10 Prozent ab. Erst ab einem Alter von 30 Jahren steigt die Helmtragequote wieder spürbar an.

Helmtragen kann Leben retten

Dabei liegen gute Gründe fürs Helmtragen auf der Hand: Obwohl nur wenige Zentimeter dick, schützt ein Helm als Knautschzone und verringert die Aufprallkräfte, die bei einem Sturz auf den Kopf einwirken. So können Radfahrer mit Helm das Risiko von Kopfverletzungen um 42 Prozent reduzieren[1]. Mit dem Boom des Fahrradfahrens in Deutsch­land nahm die Zahl der Unfälle deutlich zu: 2014 gab es nach der Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes gab es fast zehn Prozent mehr verun­glückte Fahrradfahrer als im Vorjahr, 396 Radfahrer sind bei Unfällen mit Fahrrädern ums Leben gekommen. Insbesondere Kinder und ältere Menschen sind gefährdet.

Ausreden lassen sich leicht entkräften

Den Fahrradhelm halten viele für wichtig, doch nur wenige tragen einen. Die häufigsten Ausreden gegen das Helmtragen kontert die Deutsche Verkehrswacht mit Fakten:

„Helmtragen bin ich nicht gewöhnt“

Moderne Helme wiegen nur wenige hundert Gramm, verfügen über eine bequeme Polsterung und behindern nicht die Sicht, wenn sie richtig sitzen. Auch Skischuhe muss man einlaufen – verzichtet man deshalb auf die Piste? Am besten den Helm einmal testweise zuhause tragen und einen Timer über 20 Minuten einstellen. Wenn dieser klingelt: Wie oft hat man wirklich an den Helm gedacht?

„Helmtragen zerstört die Frisur“

Der Klassiker unter den Ausreden. Dabei lässt sich ein Erste-Hilfe-Set für zerdrückte Frisuren schnell in der Drogerie zusammenstellen: Handspiegel mit kleiner Bürste, Mini-Haarspray, fertig!

„Helmtragen vergesse ich immer“

Gegen das Vergessen gibt es unzählige Methoden: ein Foto vom Helm als Hinter­grund­bild am PC, einen Zettel am Kühlschrank oder an der Wohnungstür. Beste Erinnerung: Helm an die Garderobe oder an das Fahrrad hängen.

„Helmtragen ist halb so schlimm wie Helmschleppen“

Mittlerweile gibt es Rucksäcke mit extra Helmhalterung, die das Mitnehmen des Helmes erleichtern. Mit einem Fahrradschloss kann man den Helm einfach ans Fahrrad oder den Rucksack anschließen.

„Helmtragen sieht doch blöd aus“

Modebewusste Radfahrer können aus vielen Designs auswählen und finden bestimmt Modelle, die den persön­lichen Stil betonen. Trendsetter zeigen damit, dass Helmtragen nicht nur clever, sondern auch stylisch ist.

Mehr Infos rund um „Ich trag‘ Helm!“ erfahren Sie im Internet unter www.ich-trag-helm.de